Einsatz für unsere Kita-Kinder und das Kita-Personal

von Uwe Klein, Gemeindevertreter

Im Dezember letzten Jahres wandte sich eine Mutter über die Facebook-Gruppe „Glienicke/Nordbahn“ an die Öffentlichkeit. Sie wählte diesen Weg, weil sie in Gesprächen mit dem Bürgermeister bzw. mit der Verwaltung nicht weiterkam und für sie und andere Eltern es so nicht weitergehen konnte. Die Erzieherin ihres Kindes in einer öffentlichen Kita der Gemeinde hatte zum Jahresende gekündigt. Gekündigt, weil ihr mitgeteilt wurde, dass eine Erhöhung ihrer Teilzeitbeschäftigung nicht möglich sei. Mit dem Gehalt aus einer Teilzeitbeschäftigung über den Monat zu kommen, war schon immer nicht einfach. In der heutigen Zeit ist es, insbesondere wenn alleinerziehend, nahezu unmöglich.

Uwe Klein: „In Zeiten des Fachkräftemangels benötigen wir flexiblere Rahmenbedingungen, auch und gerade im Bereich des Kita-Personals.“

 

Erzieherin kündigt wegen Teilzeitvertrag

Für den Einsatz von Personal in den kommunalen Einrichtungen ist der Bürgermeister zuständig. Die Gemeindevertretung kann nur den Rahmen über Haushaltsmittel und den Stellenplan vorgeben. Wenn eine von allen Seiten anerkannte Fachkraft in Glienicke kündigen muss, weil es nicht möglich ist, dass ihre wöchentliche Arbeitszeit erhöht wird, ist dies für die SPD-Fraktion ein Unding. Hier muss dringend und kurzfristig gehandelt werden. Kitas sind Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, in denen Kontinuität in der Betreuung unserer Kinder nicht nur wünschenswert, sondern erforderlich ist!

Eltern finden deutliche Worte

In ihrem Facebook-Beitrag findet die Mutter eines Kita-Kindes deutliche Worte. Sie schreibt: „Es fehlen deutschlandweit rund 320.000 Fachkräfte und in Glienicke lässt man das gute Personal gehen, weil sie eine Stunde pro Tag mehr arbeiten möchten? Das ist doch nicht vertretbar!“ Laut ihrem Beitrag gab es mit der Gemeindeverwaltung zwar Gespräche, die aber zu keiner Einigung führten. So wäre die Erzieherin wohl auch mit einer temporären Lösung von vorerst sechs Monaten einverstanden gewesen. „Jedoch auch dieser Kompromiss wurde seitens des Trägers und dem Bürgermeister abgelehnt, mit der Begründung, man wüsste nicht was in 6 Monaten wäre und dann wollen wieder alle eine Erhöhung. Das Gegenangebot seitens der Gemeinde war eine befristete Erhöhung für 3 Monate“, schreibt die Mutter weiter. Zudem wurde den Eltern geraten, sich an das Land Brandenburg zu wenden…

SPD-Fraktion handelt

Der vom Land Brandenburg vorgegebene Betreuungsschlüssel in den Kitas ist nicht ausreichend. Auf unsere Initiative hin beschäftigt die Gemeinde Glienicke bereits zwei Erzieherinnen mehr, als dies der Betreuungsschlüssel des Landes vorgibt und trägt hierfür die Personalkosten zu 100 Prozent.

Bleiben Glienickes Sechstklässler auf der Strecke?
Uwe Klein: „Die Situation in Bezug auf die weiterführenden Schulen ist für Glienicker untragbar geworden“

von Uwe Klein, Abgeordneter des Kreistages Oberhavel (fraktionslos)

Alle Jahre wieder das gleiche Bangen bei den Sechstklässlern und ihren Eltern. Nach den Halbjahreszeugnissen werden die Erst- und Zweitwünsche für jene weiterführenden Schulen angegeben, welche die Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse besuchen möchten: „Darf ich an meine Wunschschule oder muss ich weite Wege zu einer anderen Schule zurücklegen?“, heißt es dann.

 

Genügend weiterführende Schulen im Südkreis?

Seit Jahren wird die Situation nicht wirklich besser. Die Gemeinde Glienicke/Nordbahn hat in den Bau der Gesamtschule Mühlenbeck mehrere Millionen Euro investiert. So sollte sichergestellt werden, dass ausreichend Gesamtschulplätze auch für Glienicker Schüler zur Verfügung stehen. Doch jetzt sprachen mich Eltern an, dass ihr Kind von der Mühlenbecker Gesamtschule abgelehnt wurde, auch der Zweitwunsch an der Gesamtschule Birkenwerder klappte nicht.

Plätze an Gymnasien sind schon länger knapp. Eine Initiative von mir, mit der der Landrat beauftragt werden sollte, mit dem Träger des privaten Neuen Glienicker Gymnasiums über eine gemeinsame Trägerschaft zu sprechen, wurde vom Kreistag abgelehnt. Diskutiert wird im Bildungsausschuss des Kreistages nunmehr über eine neue weiterführende Schule in der Nähe des S-Bahnhofs in Schönfließ. Das hilft den jetzigen Sechstklässlern allerdings nicht weiter.

 

Schriftliche Anfrage an den Landrat

Ich habe dies zum Anlass genommen, eine schriftliche Anfrage an den Landrat zu stellen mit folgendem Fragenkomplex: Wieviele Glienicker Schülerinnen und Schüler der derzeitigen 6. Klassen mit Erst-/Zweitwunsch für die jeweils weiterführenden Schulen in Mühlenbeck, Birkenwerder und Hohen Neuendorf wurden an diesen Schulen angenommen? Wieviele wurden dort abgelehnt? Und wieviele Sechstklässler werden diese Schulen im nächsten Jahr insgesamt besuchen?

Die Beantwortung wird vermutlich etwas Zeit in Anspruch nehmen. Zumindest lag mir bis zum heutigen Tag keine Antwort vor. Sobald die Beantwortung meiner Anfrage vorliegt, werde ich diese auf meiner Homepage veröffentlichen.

Schulerweiterungsbau: Eine Million Euro nur für Planung
Grundschule Glienicke: Besteht tatsächlich weiterer Bedarf?

von: Kathrin Kröger, Susanne Kübler, Lukas Klein, Uwe Klein, Frank Schwerike

Am 23.6. beschloss die Gemeindevertretung auf Antrag von Bündnis90/Die Grünen, GBL und CDU/Freie Demokraten die Einleitung eines Planungs- und Bauverfahrens für einen Schulerweiterungsbau der Grundschule Glienicke (das sog. „Haus 6“).

Die hierfür vorgesehenen Kosten sind mit einer Million Euro veranschlagt. Wohlgemerkt, dies sind nur die Planungskosten! Begründet wird der Bau mit dem Wunsch nach mehr Räumlichkeiten und der Schließung des Schulcampus für die ca. 650 Kinder in fünf Jahrgangszügen.

SPD Glienicke für den Einstieg in die beitragsfreie Kita

Die SPD Glienicke/Nordbahn unterstützt die Bürgerinitiative für beitragsfreie Krippen- und Kitaplätze in Deutschland dahingehend,
dass wir uns für eine Kita-Pflicht im Vorschuljahr im gesamten Land Brandenburg aussprechen.
Dieser verpflichtende Besuch im Kita-Vorschuljahr soll beitragsfrei sein. Die Finanzierung erfolgt zu 100% aus dem Landeshaushalt.
Einen entsprechenden Antrag wird der Ortsverein der SPD Glienicke/Nordbahn auf dem nächsten Landesparteitag der SPD Brandenburg einbringen.

Ina Muhß zur frühkindlichen Erziehung: "Brandenburg ist bei Kita-Ausgaben Spitze"

Der Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung fordert ein stärkeres finanzielles Engagements des Bundes in der frühkindlichen Bildung. Die Qualität soll durch die Einstellung von 120.000 zusätzlichen Erzieherinnen deutschlandweit verbessert werden. Für Brandenburg wird ebenfalls ein zusätzlicher Personalbedarf gesehen. Dazu erklärt die SPD-Abgeordnete Ina Muhß: „Das Land und die Kommunen haben in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um die Personalschlüssel zu verbessern – mit Erfolg: In der laufenden Legislaturperiode wurden bereits 1.000 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher eingestellt.

Rechnerisch ist die Größe der zu betreuenden Kita-Gruppen jeweils um ein Kind gesunken. Allein im Jahr 2012 gaben das Land und die Kommunen 763 Millionen Euro für die Kindertagesbetreuung aus. Damit liegt Brandenburg im Bundesländervergleich auf Platz 2 bei den Ausgaben für frühkindliche Bildung. Um den Betreuungsschlüssel weiter zu verbessern, sollen in den kommenden fünf Jahren noch einmal 1.000 Erzieherinnen und Erzieher neu eingestellt werden. 

Wir begrüßen es, dass die Studie auch den Bund in der Pflicht für die frühkindliche Bildung und für die Qualität der Kita-Betreuung sieht. Die Ergebnisse zeigen zudem, wie unterschiedlich die Relationen sind. So ist Bremen im U3-Bereich mit seinem Personalschlüssel von 1 zu 3,2 zwar bundesweit an der Spitze. Jedoch werden hier nur 23,2 Prozent der Kinder unter drei Jahren betreut, während Brandenburg mit 53,6 Prozent bundesweit den dritten Platz einnimmt.“

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