25.01.2026 in Allgemein
von Kathrin Kröger, Gemeindevertreterin (SPD)
Der Klimabeirat der Gemeinde Glienicke/Nordbahn setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Bis zum 13. Januar 2026 waren jedoch nur drei Stellen besetzt. An diesem Tag stellten sich eine Kandidatin und drei Kandidaten in der Gemeindevertretung (GVT) zur Wahl. Dieser Wahl war eine Vorstellung der Kandidaten im Planungsausschuss im Jahr 2025 vorausgegangen, die ohne besondere Vorkommnisse verlief.
Zu unserem großen Bedauern wurde in der GVT leider einer der Kandidaten - auch im zweiten Wahlgang - nicht bestätigt. Der Klimabeirat setzt sich - im Übrigen wie die Gemeindevertretung - ausschließlich aus ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Wir finden, dass jeder/jedem der nötige Respekt und die Wertschätzung gegenüber dem Engagement entgegengebracht werden sollte.
Liebe Kolleginnen und Kollegen der Gemeindevertretung, bitte überlegen Sie bei der nächsten Wahl eines Beiratsmitglieds genau, wie Sie mit dem persönlichen Engagement der Glienicker Bürgerinnen und Bürger umgehen wollen - und stellen Sie Ihre persönlichen Befindlichkeiten in den Hintergrund!
20.01.2026 in Verkehr
von Susanne Kübler, stellv. Fraktionsvorsitzende
Der zerfahrene und mit Schlaglöchern versehene Seitenstreifen in der Tulpenstraße soll saniert werden. So weit, so gut – da sind sich die Fraktionen einig. Nur was die Breite und die Art des Ausbaus betrifft, da gehen die Meinungen deutlich auseinander.
Derzeit beträgt der nicht ausgebaute Seitenstreifen zwischen 1,40 und 1,90 Meter. In einer umfangreichen Stellungnahme hat sich unsere Fraktion für zwei Optionen ausgesprochen: Wenn Asphaltierung, dann in einer Breite von maximal 1,50 Meter. Die Gesamtbreite der Fahrbahn läge dann bei 4,50 Metern. Wenn der Seitenstreifen breiter werden soll, dann favorisieren wir ein Betonsteinpflaster für die optische Abgrenzung.
Keine Zustimmung wird es von unserer Fraktion zu einem zusätzlichen 1,90 Meter breiten Asphaltstreifen geben! Schon jetzt ignorieren viele Autofahrer auf dieser zentralen Strecke Tempo 30, trotz Schlaglöchern und Mischnutzung der Fläche mit anderen Verkehrsteilnehmern. Auch mehrere direkte Anlieger sprachen sich in der November-Sitzung des TIG gegen diese Ausbauvariante aus.
Wir werden uns überraschen lassen müssen, welche Variante die Verwaltung nun weiter verfolgt. Denn leider waren zur Vorplanung nur unverbindliche „Stellungnahmen“ der Fraktionen statt einer verbindlichen Empfehlung des Fachausschusses möglich.
Fun Fact: In der GVT am 24.9.2024 gab es bereits einen mehrheitlichen Beschluss über die Ausbauweise der Tulpenstraße - um 1,90 Meter in Betonsteinpflaster.
Die komplette Stellungnahme der SPD-Fraktion zum Ausbau der Tulpenstraße zum Download (370KB)
13.01.2026 in Kommunalpolitik

von Uwe Klein
42 Stimmen haben die Bürgermeisterstichwahl entschieden. Ein Ergebnis, das für mich weit mehr ist als eine knappe Zahl. Es markiert einen Einschnitt – politisch wie persönlich.
Der Abend der Stichwahl war emotional und wirkt bis heute nach. Der Abstand zwischen Sieg und Niederlage hätte kaum geringer sein können. Schnell wurde mir klar, dass dieser Wahlkampf Spuren hinterlassen hat, nicht nur bei mir selbst, sondern auch in meinem persönlichen Umfeld. Die 42 Stimmen stehen sinnbildlich dafür, wie nah Erfolg und Enttäuschung beieinanderliegen.
Vor allem die letzten Wochen vor der Stichwahl waren von einer hohen Belastung geprägt. Persönliche Angriffe, Diffamierungen und falsche Unterstellungen haben mich getroffen. Für mich war es dabei eine Selbstverständlichkeit, dass weder ich noch die Partei, für die ich angetreten bin, noch mein Unterstützerteam sich an dem teils sehr schlechten Stil des Wahlkampfes beteiligen. Ich bin mit der Überzeugung in diesen Wahlkampf gegangen, dass politische Auseinandersetzungen auch bei unterschiedlichen Positionen fair und mit Anstand geführt werden können. Diese Erwartung hat sich nicht immer erfüllt. Der daraus entstandene Vertrauensverlust gegenüber einzelnen Personen war schmerzhaft, hat aber auch wichtige Erkenntnisse mit sich gebracht. Zweifel, ob und wie es politisch weitergehen soll, blieben dabei nicht aus.
Nach der Wahl habe ich jedoch auch eine andere Erfahrung gemacht. Viele Bürgerinnen und Bürger haben mir ihre Unterstützung ausgesprochen – in Gesprächen, Nachrichten und persönlichen Begegnungen. Diese Rückmeldungen haben mir Kraft gegeben. Auch in der Gemeindevertretung ist wieder mehr Sachlichkeit eingekehrt. Mit Ausnahme von zwei Fraktionen erlebe ich derzeit erneut eine konstruktive Arbeitsatmosphäre. Politische Unterschiede bleiben bestehen, doch Zusammenarbeit ist möglich und notwendig.
Nach sorgfältiger Abwägung habe ich mich daher entschieden, mein Mandat nicht niederzulegen. Ausschlaggebend war für mich die Verantwortung gegenüber den Menschen in Glienicke. Der Rückhalt, den ich erfahren habe, bestärkt mich in dem, was mich in die Politik geführt hat: der Wille, Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen – unabhängig von Wahlkämpfen oder Schlagzeilen.
„Immer da für Glienicke“ war für mich nie nur ein Wahlkampfspruch, sondern Ausdruck einer Haltung. An dieser Haltung halte ich fest. Ich werde meine Arbeit in der Gemeindevertretung weiterhin engagiert, kritisch, gradlinig und verlässlich fortsetzen – im Interesse der Bürgerinnen und Bürger von Glienicke.