
Uwe Klein (SPD), führt seit 11 Jahren die Glienicker SPD-Fraktion (Foto: privat)
„So lange schon?“, war der einzige Satz, mit dem Uwe Klein sein kleines Jubiläum kommentierte. Am 13. Januar 2005 wählte ihn die damalige Glienicker SPD-Fraktion einstimmig zu ihrem Vorsitzenden. Seit der Kommunalwahl 2003 Gemeindevertreter und seit 2004, mit Unterbrechungen, Vorsitzender des Sozialausschusses, fiel der SPD die Wahl ihres neuen Fraktionsvorsitzenden nicht schwer.
In die Kommunalpolitik rutschte er, wie Uwe Klein selbst sagt, eigentlich zufällig. Als Elternvertreter in der Kita Sonnenschein ärgerte er sich über die Diskussion zur Erhöhung der Kitagebühren. Er besuchte Sitzungen der Gemeindevertretung und des Sozialausschusses und war schockiert über die Debatte. Sätze wie „Die Erhöhung der Kita-Gebühren entspricht dem Gegenwert einer Packung Zigaretten am Tag, das können sich Glienicker Eltern leisten“ waren es, die ihn ärgerten. Und wenn Uwe Klein etwas ärgert, dann will er es auch ändern oder, wie in diesem Fall, besser machen. So war seine Kandidatur für die Gemeindevertretung im Jahr 2003 nur folgerichtig.
Irgendetwas scheint der 51-Jährige richtig zu machen, denn seit seiner ersten Wahl, wurde er zweimal von den Glienickern wiedergewählt. Zuletzt bei der Kommunalwahl im Jahr 2014, bei der er über 10 Prozent aller abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte. Bei insgesamt 65 Kandidatinnen und Kandidaten eine deutliche Bestätigung seiner Arbeit, die ihn in seinem ehrenamtlichen politischen Wirken bestärkt. Gefreut habe er sich über das Ergebnis auch, weil er alleine fast doppelt so viele Stimmen wie die zehn Kandidatinnen und Kandidaten der Glienicker FDP erhielt, und das obwohl mit dem Bürgermeister ein durchaus bekanntes Gesicht, Vorsitzender der Glienicker FDP ist.