22.04.2026 in Kommunalpolitik

Keine Mehrheit – trotzdem weiter im Amt

 

Durch den Austritt von zwei Gemeindevertretern aus der CDU-Fraktion und die anschließende Gründung einer neuen Fraktion hat sich die politische Zusammensetzung in der Gemeindevertretung verändert. In der Sitzung im April stand daher folgerichtig auch die Neubesetzung der Fachausschüsse auf der Tagesordnung.
Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion einen Antrag eingebracht, auch den Vorsitz der Gemeindevertretung neu zu wählen bzw. zu bestätigen.
In der Fortsetzungssitzung am 22. April 2026 wurde zunächst über die Abwahl des bisherigen Vorsitzenden abgestimmt – ein rechtlich erforderlicher Schritt vor einer Neuwahl. 

Das Abstimmungsergebnis fiel formal eindeutig aus:
Zehn Mitglieder stimmten für die Abwahl, zehn dagegen.
Damit wurde keine Mehrheit innerhalb der Gemeindevertretung erreicht, sodass der Antrag auf Abwahl gescheitert ist.  Damit sprach sich keine Mehrheit der Mitglieder der Gemeindevertretung für die Abwahl aus, aber auch keine Mehrheit für den Vorsitzenden der Gemeindevertretung.

Dennoch bleibt der amtierende GVT-Vorsitzende weiterhin im Amt. Warum?
Grund ist die Regelung der Brandenburgischen Kommunalverfassung, die für eine solche Entscheidung die Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl verlangt. Bei insgesamt 23 Sitzen wären dafür mindestens 12 Ja-Stimmen erforderlich gewesen.
Diese Schwelle wurde trotz der Mehrheit verfehlt.
Das Ergebnis ist politisch bemerkenswert:
Dr. Ulrich Strempel (CDU) bleibt Vorsitzender der Gemeindevertretung, obwohl eine Mehrheit der Abstimmenden ihm das Vertrauen entzogen hat.
Aus unserer Sicht wurde damit die Chance verpasst, einen GVT-Vorsitz zu wählen, der oder die eine höhere Zustimmung für eine Repräsentation dieses Gremiums erhalten hätte.
 

21.04.2026 in Allgemein

Persönliche Erklärung von Uwe Klein

 

Tagesordnungspunkt 7 / Sitzung der Gemeindevertretung am 21.04.2026

Wer die aktuellen Veröffentlichungen im Glienicker Kurier verfolgt, könnte den Eindruck gewinnen, ich hätte mich politisch von meinen Grundüberzeugungen entfernt.


Diesen Eindruck möchte ich klar korrigieren.
Ich bin und bleibe Mitglied der Sozialdemokratische Partei Deutschlands und stehe zu ihren Grundwerten: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Diese sind für mich nicht verhandelbar – und sie sind mit den Positionen der Alternative für Deutschland nicht vereinbar.
Gleichzeitig gehört es zur kommunalen Praxis, dass man miteinander spricht – mit allen gewählten Vertretern.
Gespräche sind kein politisches Bündnis, sondern Voraussetzung für funktionierende Gremienarbeit.
In der aktuellen Diskussion wird jedoch genau das anders dargestellt.
Es entsteht der Eindruck, als sei bereits der Austausch ein Problem.
Diese Verkürzung wird der Realität nicht gerecht.
Umso mehr, wenn man berücksichtigt, dass  zu Beginn dieser Legislaturperiode, von der Glienicker CDU Gespräche mit der AfD geführt wurden, um Mehrheiten zu organisieren und personelle Entscheidungen abzusichern.
Deshalb sollte für die Bewertung politischen Handelns ein einheitlicher Maßstab gelten – unabhängig davon, von wem es ausgeht.


Ich nehme wahr, dass die Debatte derzeit stark personalisiert geführt wird.
Ich halte das nicht für zielführend.


Ich hatte gehofft, dass nach dem Wahlkampf im letzten Jahr die persönlichen Angriffe und Diffamierungen aufhören. Das endlich Schluss damit ist immer wieder zu Versuchen andere zu diffamieren und zu diskreditieren. Leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt, wie die Veröffentlichungen der CDU und aus ihrem Umfeld zeigen.


Ich bin mir über die Zielrichtung dieser Kampagne der Glienicker CDU gegen die Glienicker SPD und vor allem auch gegen mich persönlich nicht sicher. 
Rein parteipolitisch oder mit dem Ziel mich soweit persönlich zu treffen, damit ich in der Gemeindevertretung aufhöre?


Eines kann ich dazu nur sagen. Diesen Stil verabscheue ich zutiefst.

Für mich bleibt entscheidend:
Sacharbeit, Verlässlichkeit und die Orientierung an Recht und Gesetz – im Interesse unserer Gemeinde.

Und ich finde: Entscheidend ist nicht, wer Gespräche führt – sondern wofür man steht und wie man handelt.

Uwe Klein

19.04.2026 in Veranstaltungen

Kneipenquiz zum Europatag – Gemeinsam Europa feiern!

 

In einer Zeit, in der internationale Geopolitik und Wirtschaftspolitik zunehmend von nationalistischen Alleingängen und völkerrechtswidrigen Handlungen geprägt ist, zeigt sich, wie wichtig supranationale Organisationen, übergeordnetes Recht und internationale Zusammenarbeit für Frieden und Wohlstand sind.

Die Europäische Gemeinschaft steht für genau diese Werte. Um dies zu würdigen und zu feiern, lädt die SPD Glienicke am Europatag zu einem besonderen Kneipenquiz ein: Neben einem unterhaltsamen und informativen Quiz rund um Europa, bietet die Nachmittagsveranstaltung Raum für Austausch und geselliges Beisammensein in lockerer Runde.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung zum Quiz ist - sowohl für Teams als auch für Einzelspieler - noch am Veranstaltungstag selbst möglich. Eine frühzeitige verbindliche Anmeldung sichert Tischplätze!

Datum: Samstag, 9.5.2026
Zeit: 17-19 Uhr
Ort: Silvis Treffpunkt,

Hauptstraße 64a (Eingang zur Dreifeldhalle)

Durch den Nachmittag führt Quiz-Master Christopher Gordjy (Mitglied im deutschen Quiz-Verein).

Glienicker mit ungarischen Wurzeln erhalten – für das Signal zu den gemeinsamen europäischen Werten bei der Parlamentswahl im April – ein Freigetränk!

Kommt vorbei, bringt Familie und Freunde mit und lasst uns den Gedanken der Europäischen Union "In Vielfalt geeint" gemeinsam feiern! Wir freuen uns auf euch!

Weitere Infos und Anmeldung unter info@spd-glienicke.de

06.04.2026 in Veranstaltungen

Einladung

 

 

06.04.2026 in Allgemein

Glienicker Geschichte wiederbelebt

 

Nach der gut besuchten Auftaktveranstaltung im Oktober 2024 lud die SPD Glienicke zu einem weiteren Themenabend ein, bei dem die Geschichte des Ortes im Mittelpunkt stand. 
Anhand des „Glienicker Bilderbogen“ des Ortschronisten Joachim Kullmann lasen erneut die Glienicker Schauspielerin Andrea Held und Uwe Klein ausgewählte Erzählungen und Geschichten aus der Vergangenheit Glienickes vor.
Diesmal war auch Autor Kullmann anwesend und wurde herzlich als Ehrengast begrüßt. Die Geschichte von den Wasserflöhen im Dorfteich ergänzte er um eine ganz persönliche Jugenderinnerung. Ein weiterer Zeitzeuge war Architekt Johannes Bendik, anhand dessen Entwürfe der ehemalige Tanzsaal in das heutige Seniorenpflegeheim „Angerhof“ integriert wurde, wo auch Ortschronist Kullmann mittlerweile lebt. Weitere Erlebnisse steuerte Rainer „Bubi“ Meier bei, dessen Familie eine Mörtelfabrik direkt an der DDR-Grenze zu Westberlin besaß, welche 1972 „in Volkseigentum überführt“ wurde.
Bereits bei der ersten Veranstaltung im Café Lotte hatte sich das große Interesse der Glienicker an der Geschichte ihres Ortes gezeigt – und auch diesmal war das Café sehr gut besucht. Neben den persönlichen Erinnerungen aus dem Publikum erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer Unterhaltsames über nicht zu beschlagnahmende Fahrräder, über das Glienicker Filmtheater „Olympia“ als „Uraufführungstheater des Berliner Nordens“ sowie über den international bekannten Glienicker Illusionisten und Zauberer Paul-Korth Cortini. Die gemeinsame Lesung lockerte Andrea Held zusätzlich durch Gesang und Gedichte auf.
Am Ende war es erneut eine rundum gelungene und unterhaltsame Veranstaltung - bei bester Bewirtung durch das Lotte-Team um Malwina Rosmanska und Boris Wulfert. Dieser Abend machte auf besondere Weise deutlich, wie lebendig die Erinnerung an die Geschichte Glienickes ist.

 

Bei der Fortsetzung der Lesung „Geschichten zur Glienicker Geschichte“ war diesmal auch Ortschronist und Autor Joachim Kullmann als Ehrengast vor Ort. (Foto: Kübler)

 

"Das rote Mikro"

 

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