06.04.2026 in Veranstaltungen

Einladung

 

 

06.04.2026 in Allgemein

Glienicker Geschichte wiederbelebt

 

Nach der gut besuchten Auftaktveranstaltung im Oktober 2024 lud die SPD Glienicke zu einem weiteren Themenabend ein, bei dem die Geschichte des Ortes im Mittelpunkt stand. 
Anhand des „Glienicker Bilderbogen“ des Ortschronisten Joachim Kullmann lasen erneut die Glienicker Schauspielerin Andrea Held und Uwe Klein ausgewählte Erzählungen und Geschichten aus der Vergangenheit Glienickes vor.
Diesmal war auch Autor Kullmann anwesend und wurde herzlich als Ehrengast begrüßt. Die Geschichte von den Wasserflöhen im Dorfteich ergänzte er um eine ganz persönliche Jugenderinnerung. Ein weiterer Zeitzeuge war Architekt Johannes Bendik, anhand dessen Entwürfe der ehemalige Tanzsaal in das heutige Seniorenpflegeheim „Angerhof“ integriert wurde, wo auch Ortschronist Kullmann mittlerweile lebt. Weitere Erlebnisse steuerte Rainer „Bubi“ Meier bei, dessen Familie eine Mörtelfabrik direkt an der DDR-Grenze zu Westberlin besaß, welche 1972 „in Volkseigentum überführt“ wurde.
Bereits bei der ersten Veranstaltung im Café Lotte hatte sich das große Interesse der Glienicker an der Geschichte ihres Ortes gezeigt – und auch diesmal war das Café sehr gut besucht. Neben den persönlichen Erinnerungen aus dem Publikum erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer Unterhaltsames über nicht zu beschlagnahmende Fahrräder, über das Glienicker Filmtheater „Olympia“ als „Uraufführungstheater des Berliner Nordens“ sowie über den international bekannten Glienicker Illusionisten und Zauberer Paul-Korth Cortini. Die gemeinsame Lesung lockerte Andrea Held zusätzlich durch Gesang und Gedichte auf.
Am Ende war es erneut eine rundum gelungene und unterhaltsame Veranstaltung - bei bester Bewirtung durch das Lotte-Team um Malwina Rosmanska und Boris Wulfert. Dieser Abend machte auf besondere Weise deutlich, wie lebendig die Erinnerung an die Geschichte Glienickes ist.

 

Bei der Fortsetzung der Lesung „Geschichten zur Glienicker Geschichte“ war diesmal auch Ortschronist und Autor Joachim Kullmann als Ehrengast vor Ort. (Foto: Kübler)

 

06.04.2026 in Veranstaltungen

Politisches Café für Frauen: Sichtbarkeit ist politisch

 

Sichtbarkeit im politischen Raum ist mehr als eine Frage der Repräsentation. Sichtbarkeit, ob medial oder im Alltag, entscheidet maßgeblich darüber, ob und wie die Welt wahrgenommen wird. Wer nicht gesehen wird, wird selten gehört – und wer nicht gehört wird, kann kaum politische Realität verändern.
Mit dem „Politischen Café für Frauen“ hat die Glienicker SPD einen Raum geschaffen, in dem sich politisch interessierte Frauen, unabhängig von Parteimitgliedschaft oder politischem Engagement, austauschen und vernetzen können.
Und das Angebot wird gut angenommen: bei jedem Treffen sind neue Gesichter dabei, so dass die Zusammensetzung immer anders ist. Die Frauen tauschen sich zu aktuellen Themen aus, stellen Fragen, teilen Erfahrungen oder hören einfach zu. Gerade diese offene Atmosphäre macht den besonderen Charakter aus.

Zeichen für Sichtbarkeit
Gleichzeitig setzt das Format ein wichtiges Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen in Politik und Öffentlichkeit. Gleichstellung ist kein erledigtes Thema – im Gegenteil: Vor dem Hintergrund zunehmend aggressiver, männerdominierter Politik ist es wichtig, politische Räume zu schaffen, in denen Frauen ihre Perspektiven einbringen und sich gegenseitig stärken können.
Auch in unserer Kommunalpolitik engagieren sich viele Frauen in verantwortungsvollen Positionen. 10 von 22 Gemeindevertretern sind Frauen. Vier (!) von sieben Fraktionen in der Gemeindevertretung und die Hälfte der vier Ausschüsse werden von Frauen geführt. Sie leisten ihre Arbeit mit großem Einsatz, aber ohne großes Auf*Sehen*.
Trotzdem wird die politische Debatte von Männern dominiert. Warum ist das so?
Das Politische Café soll dazu beitragen, Frauen sichtbarer zu machen. Sie ermutigen, selbstbewusst und wahrnehmbar für ihre Positionen einzustehen - außerhalb und innerhalb der Politik. Vorbilder zu sein für andere, insbesondere junge Frauen. Denn Sichtbarkeit ist der erste Schritt zu echter politischer Teilhabe.
 

 

Einen offenen Austausch für politisch interessierte Frauen bietet das zweimonatliche „Politische Café für Frauen“ im Café Lotte. Foto: (Kübler)

 

04.04.2026 in Allgemein

Tulpenstraße nicht erschlossen

 

Im Zuge der Planung für den Ausbau des Seitenstreifens in der Tulpenstraße kam die Verwaltung, unterstützt durch ein Rechtsgutachten, zum Ergebnis, dass die Tulpenstraße noch nicht als endgültig hergestellt gilt. Zwar hat sie eine drei Meter breite und ausreichend unterbaute Fahrbahn, Beleuchtung und Regenentwässerung. Der unbefestigte 1,50 Meter breite Seitenstreifen entspricht jedoch nicht den Herstellungskriterien für eine Erschließung.
Laut den damaligen Planungsunterlagen sollte der Seitenstreifen jedoch gleich mehrere Funktionen erfüllen: als Gehweg, unselbstständige Parkfläche und Ausweichfläche für den Pkw-Verkehr. Für diese Funktionen wurde er jedoch baulich nicht hergestellt. Ja mehr noch: das Gutachten kommt zum Schluss, dass dies 1996 bewusst der Wille der Gemeinde war, um die damaligen Kosten eben nicht auf die Anwohner umlegen zu müssen.
Würde die Gemeinde den Ausbau des Seitenstreifens - und damit die Ersterschließung - nun beschließen, müssten die Anlieger nicht nur die Kosten der aktuellen Maßnahme, sondern auch die Erschließungskosten der Baumaßnahme von 1996 zu 90 Prozent tragen. Je nach Ausbauweise und Grundstück lägen die kalkulierten Erschließungsbeiträge pro Anwohner zwischen 7.000 und 32.000 Euro.
Bei dieser Berechnung bleibt die Verwaltung bei einer Ausbaubreite von 1,90 Metern (statt der von unserer Fraktion präferierten 1,50 Meter), dabei böte eine geringere Ausbaubreite nicht nur ökologische, sondern auch finanzielle Vorteile.
Damit liegt der Ball nun erst einmal bei den Anliegern. Sie müssen entscheiden, ob sie den Ausbau des Seitenstreifens trotz Umlagepflicht weiterhin befürworten
 

Würden die Gemeindevertreter den Ausbau des Seitenstreifens in der Tulpenstraße beschließen, müssten die Anlieger nicht nur die aktuellen, sondern auch die Erschließungskosten von 1996 zu 90 Prozent tragen.

 

02.04.2026 in Allgemein

Abfräsen des Kopfsteinpflasters: Umfrage Leipziger Straße

 

Im August 2025 hatte die SPD-Fraktion eine zweite Umfrage in der Leipziger Straße zum Ausbau der Straße durchgeführt. Diesmal ging es um Frage, was die Anwohner von der Variante „Abfräsen des Kopfsteinpflasters“ hielten.
Auf die 55 eingeworfenen Umfrageschreiben gab es leider nur 17 Rückmeldungen. Die Umfrage kann daher nicht als repräsentativ betrachtet werden. Vier Rückmeldungen fanden die Variante gut. Sieben hatten die Antwort „Ich hätte lieber eine andere Lösung gehabt, kann mich mit dieser Idee aber anfreunden“ angekreuzt. Und sechs Rückmeldungen lehnten ein Abfräsen des Kopfsteinpflasters ab.
In der Zwischenzeit hatte die Verwaltung mit ca. 705.000 Euro auch die möglichen Bruttokosten für eine solche Maßnahme in der Leipziger Straße ermittelt. Aufgrund der fehlenden Beschlusslage wurden diese Mittel aber nicht im Haushalt 2026 aufgenommen.
 

"Das rote Mikro"

 

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