Sterben in Glienicke – das wird teuer

Veröffentlicht am 23.11.2012 in Kommunalpolitik

Auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeindevertreter der CDU-FDP und GBL sollen die Friedhofsgebühren in Glienicke um das bis zu 9,5-fache ansteigen.
Aber der Reihe nach: Die Verwaltung der Gemeinde Glienicke ist ihrer Verpflichtung, die Friedhofsgebühren zu kalkulieren, nachgekommen. Diese von einem externen Gutachter erstellte Kalkulation wurde dem Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport am 30.10.2012 vorgestellt. Dabei zeigte sich, dass die eingenommenen Gebühren bei Weitem nicht die Kosten decken. Die Gemeinde muss aber nicht kostendeckend arbeiten sondern kann die Gebühren frei gestalten.

Es folgte eine sehr konträre Diskussion zu diesem emotionalen Thema.
So fordern die Fraktionen der CDU, FDP und GBL Kostendeckung bei den Friedhofsgebühren, die SPD-Fraktion sowie die Linke weiterhin moderate Gebühren. Ein CDU-Mitglied – nicht zu vergessen, das C steht für christlich- war gar der Meinung, eine Gebührenerhöhung um bis zu 950 % sei in der einkommensstärksten Gemeinde der neuen Bundesländer problemlos darstellbar und den Bürgerinnen und Bürgern durchaus zumutbar.
Von der Problematik der Altersarmut und niedriger Renten scheinen die Gemeindevertreter der CDU, FDP und GBL noch nichts gehört zu haben. Im weiteren Verlauf der Debatte wurde seitens der GBL argumentiert, dass man sich bei Themen dieser Art an der Handhabung bei den Nachbargemeinden orientieren solle, insbesondere bei unserer größten Nachbargemeinde Berlin seinen die Friedhofsgebühren noch weit höher als hier in Glienicke geplant. Erstaunlich nur, dass die aktuell gültigen Gebühren in Berlin, Birkenwerder und Hohen Neundorf nur etwa halb so hoch sind wie die in Glienicke angedachten. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
So soll am 14.11.2012 beschlossen werden, dass eine Reihengrabstätte, für die bislang 230,00 EUR aufgewendet werden musste, in Kürze 2.092,00 EUR kosten soll.

Die nehmen es noch von den Toten - Armes reiches Glienicke!

 
 

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