Hoffnung für die Heidekrautbahn

Veröffentlicht am 18.11.2016 in Verkehr

Deutliche Verbesserung für den öffentlichen Personennahverkehr in Sicht

von Uwe Klein

Nur wenn es endlich gelingt, die Anbindung der S-Bahn-Gemeinden an Berlin mit Bussen und Bahnen zu verbessern, bekommen wir die wachsenden Probleme im Straßenverkehr und die täglichen Staus in unserer Gegend in den Griff. Als Gemeindevertreter in Glienicke, Abgeordneter des Kreistages und vor allem auch als stellvertretender Vorsitzender des Nahverkehrsbeirates Oberhavel setze ich mich seit geraumer Zeit für eine Verbesserung des ÖPNV ein. Ich bin sehr glücklich darüber, dass es mit einem entsprechenden Änderungsantrag im Kreistag zuletzt gelungen ist, eine deutliche Verbesserung der Buslinien 136 und 107 zu erreichen. Genaueres zur Verbesserung soll in der ersten Sitzung des Kreistages im nächsten Jahr vorgestellt werden.

 

Gerade für den S-Bahn-Bereich gibt es aber noch ein weiteres zentrales Projekt, das die Anbindung an Berlin erleichtern und deutlich verbessern würde: die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn auf ihrer Stammstrecke, über Mühlenbeck und Schildow und einer Anbindung an den Bahnhof Gesundbrunnen. Die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn würde für den Süden Oberhavels, insbesondere das Mühlenbecker Land und Glienicke, die Anbindung an Berlin entscheidend verbessern und für viele Pendler die tägliche Fahrzeit zur Arbeit deutlich verkürzen. Denn viele könnten ihr Auto dann stehen lassen, weil sie mit Bussen und Bahnen schneller zu Arbeit nach Berlin kämen.

Durch den Hinweis einer Glienicker Bürgerin aus meiner Nachbarschaft wurde ich auf die aktuelle Berliner Koalitionsvereinbarung (Rot-Rot-Grün) aufmerksam gemacht. In dieser Vereinbarung heißt es auf der Seite 43: „Mit der Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke der Heidekrautbahn einschließlich der Weiterführung bis Gesundbrunnen, der Kremmener Bahn (Prignitz‐Express) und der Stammbahn soll die Anbindung des Umlandes an den ÖPNV verbessert werden.“ (siehe Link am Ende des Artikels)

Mit diesem, bisher nicht dagewesenen klaren Bekenntnis der zukünftigen Berliner Landesregierung zur Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn kommt endlich Bewegung in dieses Thema, über das wir auf Kreis- und Gemeindeebene so lange schon gesprochen haben, ohne das sich bisher wirklich etwas bewegt hat.

Mit der Verbesserung der Buslinien 107 und 136, einer möglichen Verbesserung der Taktzeiten der S1 (Forderung des Nahverkehrsplans 2017-2021 des Landkreises Oberhavel) und einer nun möglich erscheinenden Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn auf ihrer Stammstrecke würde der ÖPNV in einem Umfang verbessert, dass es signifikante Auswirkungen auf den Individualverkehr haben könnte. Der Anreiz, vom Auto auf Busse und Bahn umzusteigen und damit genauso schnell zur Arbeit zu kommen, würde sich deutlich erhöhen.

Ich bin sehr glücklich über diese Entwicklung, zeigt sie für mich doch, dass es sich lohnt, beharrlich und vor allem gemeinsam an einem Thema zu arbeiten und dafür zu werben.

 

Link zur aktuellen Berliner Koalitionsvereinbarung (Rot-Rot-Grün)

 
 

Kandidaten für den Kreistag Oberhavel

 

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Marcel Kirchner
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