Glienicke und der Klimawandel

Veröffentlicht am 25.09.2019 in Umwelt

Stand im Zeichen des Klimaschutzes: die August-Sitzung des SPD Ortsvereines (Foto: SPD-Glienicke)

von Nina Wettern

Wenn man dieser Tage die Gazetten liest, könnte man auf den Gedanken kommen, Klimaschutz sei eine Frage der CO2-Bepreisung und eine Aufgabe für den Bund. Das ist mitnichten so. Wer etwas tiefer in der Infoflut gräbt, kommt schnell darauf, dass es ebenso eine Aufgabe für Städte, Gemeinden und ihre Einwohner ist.

Spitz formuliert: Auch Glienicke mit seinen vielen Einfamilienhäusern hat Anteil und Verantwortung für das Weltklima. Immerhin sind urbane Strukturen – auch wie bei uns – weltweit für 80 Prozent des Energieverbrauchs und fast ebenso viele Emissionen verantwortlich. Das macht Kommunen zu den zentralen Playern beim Klimaschutz. Dort, wo Menschen zusammen siedeln, ist auch die Gefährdung durch Schäden für Klimafolgen höher. Stürme und andere Starkwetterereignisse werden künftig zunehmen – auch für Brandenburg und auch für Glienicke? Sich alleine auf Versicherungen zu verlassen, die Schäden zumindest finanziell ausgleichen, ist eindeutig zu wenig. Im Mai stand zu lesen: Wüstenbildung in Oberhavel. Etwas später: Wegen Wassermangels Gärten nicht wässern. Die Entwicklung der Temperaturen in Brandenburg? Es wird mehr heiße Tage und weniger Frost geben. Was also im beschaulichen Glienicke tun? Zu allererst müssen wir wissen, wo wir stehen: Was hat das „Kommunale Energiekonzept“ für Glienicke bewirkt?

Was das Verkehrskonzept? Welche klimafreundliche Veränderungen haben die Einwohnerinnen und Einwohner beigetragen? Mit einer guten Basis an Daten und Wissen können wir uns ein Urteil erlauben und neue Pläne schmieden. Da wollen wir in Glienicke ran. Der Beschluss der Gemeindevertretung zum Klimanotstand ist ein kleines Puzzlestück dafür: Er wird die GVT daran erinnern, dass künftig nachgedacht wird, dass unsere öffentlichen Mittel für klimaschützende Maßnahmen vergeben und damit der Ort gestaltet wird. Wie soll so ein kleiner Ort mit seiner Verwaltung und ehrenamtlichem Gemeindevertretern schaffen?

Zum Beispiel mit einem Klimaschutzmanager – der könnte aus Fördermitteln des Bundes bezahlt werden. So ein Klimaschutzmanager kann die Möglichkeiten analysieren, Vorschläge in ein Konzept schreiben und für dessen Umsetzung weitere Fördermittel akquirieren. Davon gibt es viele – für Heizungsmodernisierung, für Fahrradinfrastruktur, für Nachbarschaftsklimaprojekte, für klimafreundliche Upgrades von Schulgebäuden, Turnhallen oder Straßenbeleuchtung und vieles mehr. Ran an den Speck im Gürtel – wir wollen Glienicke zukunftstauglich machen: Energie, Verkehr, Gebäude, Abfall, Artenvielfalt. Jetzt ist eine gute Zeit, Kräfte und Ideen zu bündeln und zu starten. Machen Sie mit?

 
 

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