Elektrisch mobil, alles Öko?

Veröffentlicht am 11.02.2011 in Kommunalpolitik

Eine merkwürdige Diskussion wird derzeit in den Ausschüssen, der Gemeindevertretung aber auch hier im Glienicker Kurier geführt.
Die CDU/FDP und GBL haben beantragt, dass die Kosten für eine Stromtankstelle am Glienicker Dorfteich von der Gemeindeverwaltung geprüft werden sollen. Hört sich klasse an. Frei nach dem Motto; Stromauto gleich kein Benzin gleich ökologisch wertvoll. Doch hier werden wesentliche Fakten außer acht gelassen. Denn nur weil eine Bundeskanzlerin immer wieder propagiert, dass die Zukunft im Elektroauto liegt, ist nicht automatisch alles in Ordnung.
So hat beispielsweise der Smart-Diesel im Vergleich zum Elektrosmart eine bessere CO2 Bilanz. Den Vergleich kann der Elektrosmart nur dann für sich entscheiden, wenn er ausschließlich mit Strom aus Kernenergie betrieben wird. Wenn man nun bedenkt, dass die CDU immer propagiert, dass die Kernenergie die sauberste Art der Stromgewinnung ist, wird der CDU/FDP/GBL - Antrag logisch.
Unstrittig ist, dass die Kernenergie nachhaltig ist, der Abfall aus den Atomkraftwerken wird uns noch viele tausend Jahre begleiten.

Weiterhin gibt es in Deutschland derzeit rund 350 (!) verschiedene Ladestationen für Elektroautos. Akkus mit einer ausreichenden Kapazität, gerade im Winter, sind noch nicht entwickelt.
Fragen über Fragen. Aus diesen Gründen hat sich die SPD-Fraktion gegen die Prüfung der Kosten einer Stromtankstelle am Dorfteich ausgesprochen, denn es sind noch zu viele Fragen ungeklärt auf deren Beantwortung wir in Glienicke keinen Einfluss haben

 

"Das rote Mikro"

 

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