Der „Berliner Mauerweg“ wurde in den Jahren 2002 bis 2006 realisiert. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgte zu 90% aus EU Mitteln. Der Berliner Mauerweg kennzeichnet den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen zu West-Berlin. Er führt über rund 160 Kilometer um die einstige Halbstadt herum. In den meisten Abschnitten verläuft die Rad- und Wanderroute auf dem ehemaligen Zollweg (West-Berlin) oder auf dem so genannten Kolonnenweg, den die
DDR-Grenztruppen für ihre Kontrollfahrten angelegt hatten.
Nördlich vom Tegeler Fließ führt der Mauerweg nach Lübars, das sich seinen dörflichen Charme bewahrt hat. Ein Lübarser Bauer war es denn auch, der am 16. Juni 1990 an der Blankenfelder Chaussee mit seinem Trecker die Mauer durchbrochen und damit die Blankenfelder Chaussee wieder geöffnet hat. Bis zu diesem Tag war die Verbindungsstraße zwischen Blankenfelde und Lübars noch immer nicht frei, obwohl die Mauer bereits Anfang November 1989 gefallen war.
Im Jahr 2007 wurde der Berliner Mauerweg in Glienicke vom Karlplatz entlang der Alten Schildower Straße bis zum „Hirschsprung“ aus diesen EU Mitteln finanziert und durch einen gemeinsamen Geh-und Radweg ausgebaut. Gerade der Streckenabschnitt durch Glienicke und Lübars ist durch das angrenzende Naturschutzgebiet für Spaziergänger und Radfahrer besonders attraktiv. Aus diesem Grund hat der Ausschuss für Technische Infrastruktur für das Jahr 2008 den Ausbau in dem südlichen Teil der Alten Schildower Straße von der Jungbornstraße bis zum Karlplatz als gemeinsamen Geh-und Radweg empfohlen. Eine besondere Bedeutung ist aber auch dem letzten Streckenabschnitt beizumessen. Dieser verläuft vom Hirschsprung bis zur derzeit wegen Baumaßnahmen gesperrten Brücke nach Schildow. Dieser Abschnitt wird insbesondere an den Wochenenden von Spaziergängern und Radfahren am stärksten frequentiert. Der fehlende Gehweg führt jedoch immer wieder zu teils gefährlichen Situationen mit dem Fahrzeugverkehr. Die Glienicker SPD möchte in diesem Zusammenhang auch das Naturschutzgebiet selber schützen, da sich Fußgänger im Laufe der Jahre einen Trampelpfad zum Selbstschutz vor den Fahrzeugen geschaffen haben, der Mitten durch den schützenswerten Bereich entlang der Fahrbahn verläuft. Die Alte Schildower Straße ist zwischen dem Hirschsprung und der Brücke Kindelfließ nur mit einer Fahrbahnbreite von 3 Metern ausgebaut. Jedoch nutzen laut Verkehrszählung vom Dezember 2007 im Schnitt auch über 300 Fahrzeuge in der Spitzenstunde diesen Straßenabschitt. Auch der Begegnungsverkehr für die Fahrzeuge stellt in den Hauptverkehrszeiten wegen der kleinen Fahrbahnbreite ein Problem dar.
Der Ausschuss für Technische Infrastruktur und Gewerbe hat sich all den Problemen in diesem Bereich auf Antrag der SPD-Fraktion angenommen und zunächst eine Vermessung empfohlen, um für künftige Planungen, insbesondere den Bau eines Geh- und Radweges entlang der Strecke, eine solide Grundlage zu schaffen.