Bauantrag von Lidl / Verkehrschaos absehbar

Veröffentlicht am 19.08.2011 in Kommunalpolitik

Auf dem Grundstück Ecke Hauptstraße/Lessingstraße soll ein Lidl-Discountmarkt entstehen. So sieht es ein Bauantrag vor, über den der Glienicker Planungsausschuss im Rahmen einer Sondersitzung in der Sommerpause am 21. Juli beraten hat.
Über Bauanträge, wie jetzt auch über den Bauantrag von Lidl, entscheidet letztlich der Landkreis Oberhavel. Die Gemeinde soll innerhalb von acht Wochen nach Eingang des vollständigen Bauantrages eine Stellungnahme beim zuständigen Landkreis abgeben. Natürlich muss sich auch die Gemeinde bei ihrer Stellungnahme an die Buchstaben von Recht und Gesetz halten. Die Sondersitzung des Planungsausschusses im Juli wurde notwendig, da von Seiten der Gemeindeverwaltung informiert wurde, dass die Frist für die Gemeinde Glienicke/Nordbahn Ende Juli 2011 abläuft.

Es bedurfte in der entsprechenden Sitzung des Planungsausschusses erst eines Hinweises aus den Reihen der SPD-Fraktion, um klarzustellen, dass formell zum Zeitpunkt der Sitzung noch kein Bauantrag gestellt war. Die Gemeinde wurde bis zum Zeitpunkt der Sondersitzung auch vom Landkreis noch nicht zur Stellungnahme aufgefordert. Die Gemeindeverwaltung, der dieser Umstand bekannt gewesen sein muss, informierte von sich aus über diesen Umstand nicht. Das ist in der jüngsten Glienicker Geschichte ein einmaliger Vorgang.

Bereits seit Jahren kämpft die Glienicker SPD für eine Ampelanlage an der Kreuzung Märkische Allee/Haupstraße/Lessingstraße. Aus Sicht der Glienicker SPD ist diese Kreuzung schon jetzt einer der gefährlichsten Punkte in Glienicke.
Gerade an diesem Bereich soll nun ein Discounter, mitten im Glienicker Ortszentrum, entstehen.
In der Sondersitzung des Planungsausschusses stellte ein von der Gemeindeverwaltung beauftragter Verkehrsgutachter seine Untersuchung zur zukünftigen Belastung der Kreuzung vor.
Alle Anwesenden waren offensichtlich erstaunt über die Aussagen des Gutachters. Nach seiner Einschätzung stellen der Bau von Lidl und die damit einhergehende höhere Verkehrsbelastung für die Kreuzung kein Problem da. Die Kreuzung würde den zusätzlichen Verkehr verkraften. Er empfahl, die erste Aufpflasterung in der Lessingstraße abzutragen. Die anwesenden Vertreter von Lidl sagten sofort und spontan zu, die Kosten hierfür zu übernehmen.
Zumindest in der Frage der Verkehrsbelastung scheinen sich alle Fraktionen einig zu sein.
Für ihre Stellungnahme zum Bauantrag für den Lidl-Discounter hat die Gemeinde nun bis Ende September Zeit. Die SPD-Fraktion wird diese Zeit für eine intensive Beratung und Prüfung nutzen.

 
 

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