
Dem Vernichtungskrieg der Nationalsozialisten gegen Teile der eigenen Bevölkerung - Juden, Kommunisten, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Sozialdemokraten, Behinderte, Obdachlose u.a. - fiel am 14.4.1942 auch die fünfköpfige Familie Liebermann aus Glienicke zum Opfer.
Ein Polizist holte Max Moritz Liebermann (ca. 62 Jahre), seine Ehefrau Martha (ca. 51 Jahre) und ihre drei Kinder Ernst, Hannelore und Ingeborg (zwischen 13 und 19 Jahre) aus ihrem Wohnhaus in der heutigen Tschaikowskistraße ab.
Die Familie wurde nach Berlin gebracht. Von dort fuhr am selben Tag ein Zug mit bis zu 1.000 Deportierten nach Warschau. Hier wurde Sohn Ernst von seinen Eltern und seinen Schwestern getrennt. Er starb im Ghetto Warschau. Eltern und Schwestern wurden ins Lager Treblinka gebracht, wo die Nazis sie in der Gaskammer ermordeten.
In Gedenken an ihr Schicksal und gewahr der Tatsache, dass auch heute wieder Politikerinnen und Politiker gegen Teile der eigenen Bevölkerung hetzen und diese "millionenfach remigrieren" wollen, putzten Mitglieder der SPD Glienicke am heutigen Tag die Stolpersteine für die Familie Liebermann.
Mitglieder der LINKEN wiederum reinigten die Stolpersteine für Rosa Baumgarten in der Schillerstraße (ermordet wegen ihres jüdischen Glaubens) und Herta Standke in der Nohlstraße (ermordet wegen ihrer geistigen Behinderung).
"Nie wieder" ist jetzt.