Nach der gut besuchten Auftaktveranstaltung im Oktober 2024 lud die SPD Glienicke zu einem weiteren Themenabend ein, bei dem die Geschichte des Ortes im Mittelpunkt stand.
Anhand des „Glienicker Bilderbogen“ des Ortschronisten Joachim Kullmann lasen erneut die Glienicker Schauspielerin Andrea Held und Uwe Klein ausgewählte Erzählungen und Geschichten aus der Vergangenheit Glienickes vor.
Diesmal war auch Autor Kullmann anwesend und wurde herzlich als Ehrengast begrüßt. Die Geschichte von den Wasserflöhen im Dorfteich ergänzte er um eine ganz persönliche Jugenderinnerung. Ein weiterer Zeitzeuge war Architekt Johannes Bendik, anhand dessen Entwürfe der ehemalige Tanzsaal in das heutige Seniorenpflegeheim „Angerhof“ integriert wurde, wo auch Ortschronist Kullmann mittlerweile lebt. Weitere Erlebnisse steuerte Rainer „Bubi“ Meier bei, dessen Familie eine Mörtelfabrik direkt an der DDR-Grenze zu Westberlin besaß, welche 1972 „in Volkseigentum überführt“ wurde.
Bereits bei der ersten Veranstaltung im Café Lotte hatte sich das große Interesse der Glienicker an der Geschichte ihres Ortes gezeigt – und auch diesmal war das Café sehr gut besucht. Neben den persönlichen Erinnerungen aus dem Publikum erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer Unterhaltsames über nicht zu beschlagnahmende Fahrräder, über das Glienicker Filmtheater „Olympia“ als „Uraufführungstheater des Berliner Nordens“ sowie über den international bekannten Glienicker Illusionisten und Zauberer Paul-Korth Cortini. Die gemeinsame Lesung lockerte Andrea Held zusätzlich durch Gesang und Gedichte auf.
Am Ende war es erneut eine rundum gelungene und unterhaltsame Veranstaltung - bei bester Bewirtung durch das Lotte-Team um Malwina Rosmanska und Boris Wulfert. Dieser Abend machte auf besondere Weise deutlich, wie lebendig die Erinnerung an die Geschichte Glienickes ist.