Vom Wunschtraum zum Sorgenfall - Bauvorhaben in Glienicke

Veröffentlicht am 25.03.2016 in Kommunalpolitik

Kosten für Erweiterung von unserer Feuerwache und Bauhof explodieren

von Uwe Klein, Kathrin Kröger, Angela Neumann-Duscha, Frank Schwerike, Dirk Steichele und Jens Bohl (SPD-Fraktion)

 

Um 61 Prozent sind schon jetzt, bevor überhaupt ein erster Spatenstich erfolgt ist, die Kosten für den geplanten Erweiterungsbau der Feuerwache gestiegen. Unstrittig benötigt die Freiwillige Feuerwehr mehr Platz. Zum Zeitpunkt der Planung der jetzigen Feuerwache hatte Glienicke gerade einmal 5.000 Einwohner. Die Einwohnerzahl hat sich zwischenzeitlich mehr als verdoppelt. Nahezu gleich geblieben ist leider die Zahl der aktiven Kameraden. Sie beträgt derzeit 35 Männer und Frauen. Im aktuellen Gefahrenabwehrbedarfsplan von Dezember 2013 wird eine Mindeststärke von 54 aktiven Einsatzkräften empfohlen, geplant ist der Bau für 70 Kameradinnen und Kameraden. Um dem Mehrbedarf an Einsatzkräften nachzukommen, ist der Erweiterungsbau also erforderlich. Zudem sollen auch die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde die Räume in dem geplanten Anbau der Feuerwache beziehen. Doch die Entwicklung der voraussichtlichen Baukosten lässt nichts Gutes erahnen. Wurden von den Planern die voraussichtlichen Baukosten in der Zeit vor der Beauftragung noch auf 2,3 Millionen Euro veranlagt, sind sie jetzt mit 3,8 Millionen Euro kalkuliert. Das entspricht einer Steigerung um 61 Prozent! „Darüber waren Bürgermeister und Verwaltung sehr verwundert“, heißt es in der entsprechenden Mitteilung aus dem Rathaus.

Bereits im Zuge der Diskussion um den Feuerwehranbau/Gefahrenabwehrbedarfsplan im Dezember 2013 hatte die SPD-Fraktion vorgeschlagen, den An- und Umbau in zwei Bauabschnitten zu planen. Dadurch sollte, bei einer wachsenden Feuerwehr, nach Bedarf erweitert und nicht wie jetzt Überkapazitäten geschaffen werden (siehe Glienicker Kurier 1/2014, Seite 15 Aus dem Ausschuss für Technische Infrastruktur und Gewerbe am 27. November 2013). Die Kosten wären dabei unter den jetzigen geblieben. Der Bürgermeister spielt den Ball nun zurück an die Gemeindevertreter, „um fachlichen Rat einzuholen“. Seit Jahren steigen die Beratungs-, Gutachter- und Planungskosten in der Verwaltung, mit denen externer Sachverstand eingekauft wird. Läuft ein Projekt trotz der Unterstützung teurer Fachberater aus dem Ruder, dürfen die ehrenamtlich tätigen Gemeindevertreter wieder die heißen Kartoffeln aus dem Feuer holen. Hier muss gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden unserer freiwilligen Feuerwehr eine tragfähige Lösung gefunden werden. Die SPD-Fraktion hat und wird unsere freiwillige Feuerwehr immer unterstützen. Doch ein „Augen zu und durch“ wird mit uns nicht zu machen sein. Die Kostensteigerung um 61 Prozent von der ersten Kostenschätzung bis zur jetzigen Kostenberechnung von 3,8 Millionen, sind eine Investitionssumme die mehr als doppelt so hoch ist, wie die Summe, die für den Neubau des Jugendclubs an der Skateboard-Anlage eingeplant sind.

Grafik: Uwe Klein

 
 

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