21.04.2026 in Allgemein
Tagesordnungspunkt 7 / Sitzung der Gemeindevertretung am 21.04.2026
Wer die aktuellen Veröffentlichungen im Glienicker Kurier verfolgt, könnte den Eindruck gewinnen, ich hätte mich politisch von meinen Grundüberzeugungen entfernt.
Diesen Eindruck möchte ich klar korrigieren.
Ich bin und bleibe Mitglied der Sozialdemokratische Partei Deutschlands und stehe zu ihren Grundwerten: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Diese sind für mich nicht verhandelbar – und sie sind mit den Positionen der Alternative für Deutschland nicht vereinbar.
Gleichzeitig gehört es zur kommunalen Praxis, dass man miteinander spricht – mit allen gewählten Vertretern.
Gespräche sind kein politisches Bündnis, sondern Voraussetzung für funktionierende Gremienarbeit.
In der aktuellen Diskussion wird jedoch genau das anders dargestellt.
Es entsteht der Eindruck, als sei bereits der Austausch ein Problem.
Diese Verkürzung wird der Realität nicht gerecht.
Umso mehr, wenn man berücksichtigt, dass zu Beginn dieser Legislaturperiode, von der Glienicker CDU Gespräche mit der AfD geführt wurden, um Mehrheiten zu organisieren und personelle Entscheidungen abzusichern.
Deshalb sollte für die Bewertung politischen Handelns ein einheitlicher Maßstab gelten – unabhängig davon, von wem es ausgeht.
Ich nehme wahr, dass die Debatte derzeit stark personalisiert geführt wird.
Ich halte das nicht für zielführend.
Ich hatte gehofft, dass nach dem Wahlkampf im letzten Jahr die persönlichen Angriffe und Diffamierungen aufhören. Das endlich Schluss damit ist immer wieder zu Versuchen andere zu diffamieren und zu diskreditieren. Leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt, wie die Veröffentlichungen der CDU und aus ihrem Umfeld zeigen.
Ich bin mir über die Zielrichtung dieser Kampagne der Glienicker CDU gegen die Glienicker SPD und vor allem auch gegen mich persönlich nicht sicher.
Rein parteipolitisch oder mit dem Ziel mich soweit persönlich zu treffen, damit ich in der Gemeindevertretung aufhöre?
Eines kann ich dazu nur sagen. Diesen Stil verabscheue ich zutiefst.
Für mich bleibt entscheidend:
Sacharbeit, Verlässlichkeit und die Orientierung an Recht und Gesetz – im Interesse unserer Gemeinde.
Und ich finde: Entscheidend ist nicht, wer Gespräche führt – sondern wofür man steht und wie man handelt.
Uwe Klein
19.04.2026 in Veranstaltungen
In einer Zeit, in der internationale Geopolitik und Wirtschaftspolitik zunehmend von nationalistischen Alleingängen und völkerrechtswidrigen Handlungen geprägt ist, zeigt sich, wie wichtig supranationale Organisationen, übergeordnetes Recht und internationale Zusammenarbeit für Frieden und Wohlstand sind.
Die Europäische Gemeinschaft steht für genau diese Werte. Um dies zu würdigen und zu feiern, lädt die SPD Glienicke am Europatag zu einem besonderen Kneipenquiz ein: Neben einem unterhaltsamen und informativen Quiz rund um Europa, bietet die Nachmittagsveranstaltung Raum für Austausch und geselliges Beisammensein in lockerer Runde.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung zum Quiz ist - sowohl für Teams als auch für Einzelspieler - noch am Veranstaltungstag selbst möglich. Eine frühzeitige verbindliche Anmeldung sichert Tischplätze!
Datum: Samstag, 9.5.2026
Zeit: 17-19 Uhr
Ort: Silvis Treffpunkt,
Hauptstraße 64a (Eingang zur Dreifeldhalle)
Durch den Nachmittag führt Quiz-Master Christopher Gordjy (Mitglied im deutschen Quiz-Verein).
Glienicker mit ungarischen Wurzeln erhalten – für das Signal zu den gemeinsamen europäischen Werten bei der Parlamentswahl im April – ein Freigetränk!
Kommt vorbei, bringt Familie und Freunde mit und lasst uns den Gedanken der Europäischen Union "In Vielfalt geeint" gemeinsam feiern! Wir freuen uns auf euch!
Weitere Infos und Anmeldung unter info@spd-glienicke.de
06.04.2026 in Allgemein
Nach der gut besuchten Auftaktveranstaltung im Oktober 2024 lud die SPD Glienicke zu einem weiteren Themenabend ein, bei dem die Geschichte des Ortes im Mittelpunkt stand.
Anhand des „Glienicker Bilderbogen“ des Ortschronisten Joachim Kullmann lasen erneut die Glienicker Schauspielerin Andrea Held und Uwe Klein ausgewählte Erzählungen und Geschichten aus der Vergangenheit Glienickes vor.
Diesmal war auch Autor Kullmann anwesend und wurde herzlich als Ehrengast begrüßt. Die Geschichte von den Wasserflöhen im Dorfteich ergänzte er um eine ganz persönliche Jugenderinnerung. Ein weiterer Zeitzeuge war Architekt Johannes Bendik, anhand dessen Entwürfe der ehemalige Tanzsaal in das heutige Seniorenpflegeheim „Angerhof“ integriert wurde, wo auch Ortschronist Kullmann mittlerweile lebt. Weitere Erlebnisse steuerte Rainer „Bubi“ Meier bei, dessen Familie eine Mörtelfabrik direkt an der DDR-Grenze zu Westberlin besaß, welche 1972 „in Volkseigentum überführt“ wurde.
Bereits bei der ersten Veranstaltung im Café Lotte hatte sich das große Interesse der Glienicker an der Geschichte ihres Ortes gezeigt – und auch diesmal war das Café sehr gut besucht. Neben den persönlichen Erinnerungen aus dem Publikum erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer Unterhaltsames über nicht zu beschlagnahmende Fahrräder, über das Glienicker Filmtheater „Olympia“ als „Uraufführungstheater des Berliner Nordens“ sowie über den international bekannten Glienicker Illusionisten und Zauberer Paul-Korth Cortini. Die gemeinsame Lesung lockerte Andrea Held zusätzlich durch Gesang und Gedichte auf.
Am Ende war es erneut eine rundum gelungene und unterhaltsame Veranstaltung - bei bester Bewirtung durch das Lotte-Team um Malwina Rosmanska und Boris Wulfert. Dieser Abend machte auf besondere Weise deutlich, wie lebendig die Erinnerung an die Geschichte Glienickes ist.
06.04.2026 in Veranstaltungen
Sichtbarkeit im politischen Raum ist mehr als eine Frage der Repräsentation. Sichtbarkeit, ob medial oder im Alltag, entscheidet maßgeblich darüber, ob und wie die Welt wahrgenommen wird. Wer nicht gesehen wird, wird selten gehört – und wer nicht gehört wird, kann kaum politische Realität verändern.
Mit dem „Politischen Café für Frauen“ hat die Glienicker SPD einen Raum geschaffen, in dem sich politisch interessierte Frauen, unabhängig von Parteimitgliedschaft oder politischem Engagement, austauschen und vernetzen können.
Und das Angebot wird gut angenommen: bei jedem Treffen sind neue Gesichter dabei, so dass die Zusammensetzung immer anders ist. Die Frauen tauschen sich zu aktuellen Themen aus, stellen Fragen, teilen Erfahrungen oder hören einfach zu. Gerade diese offene Atmosphäre macht den besonderen Charakter aus.
Zeichen für Sichtbarkeit
Gleichzeitig setzt das Format ein wichtiges Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen in Politik und Öffentlichkeit. Gleichstellung ist kein erledigtes Thema – im Gegenteil: Vor dem Hintergrund zunehmend aggressiver, männerdominierter Politik ist es wichtig, politische Räume zu schaffen, in denen Frauen ihre Perspektiven einbringen und sich gegenseitig stärken können.
Auch in unserer Kommunalpolitik engagieren sich viele Frauen in verantwortungsvollen Positionen. 10 von 22 Gemeindevertretern sind Frauen. Vier (!) von sieben Fraktionen in der Gemeindevertretung und die Hälfte der vier Ausschüsse werden von Frauen geführt. Sie leisten ihre Arbeit mit großem Einsatz, aber ohne großes Auf*Sehen*.
Trotzdem wird die politische Debatte von Männern dominiert. Warum ist das so?
Das Politische Café soll dazu beitragen, Frauen sichtbarer zu machen. Sie ermutigen, selbstbewusst und wahrnehmbar für ihre Positionen einzustehen - außerhalb und innerhalb der Politik. Vorbilder zu sein für andere, insbesondere junge Frauen. Denn Sichtbarkeit ist der erste Schritt zu echter politischer Teilhabe.